Eines unserer Hauptgründe für unsere Spielimmersion ist unser Medic System. Lose angelehnt an das System von MilSim West heißt es bei uns nicht einfach nur „10 Sekunden Hand auflegen und weiter gehts“!
Wir wollen euch anhand eines Ablaufes zeigen, wie das Medic System bei uns funktioniert:

Schritt 1: Du wirst getroffen!
Ärgerlich, sicherlich. Aber deine erste Aufgabe ist es erstmal dich fallen zu lassen und anfangen zu schreien. Schreien kann anstrengend sein, gerade, wenn man schon ein paar Stunden im Spiel ist. Aber etwas rumwinseln und vor Schmerzen rumstöhnen kann man immer. Je lauter, desto besser, da das einer der Hauptfaktoren des Immersionspiels ist.
Gleichzeitig rufst du nach dem Medic/Sani. Bist du nicht getroffen und hörst jemanden, der nach einem Sani ruft, so ruf einfach mal weiter und verlängere damit die Meldekette!

Pic by JOEY PIX Airsoft

Schritt 2: Versorgt werden oder zurück in den Spawn?
Wichtig ist, dass du nicht direkt die Hand hochreißt und „HIT!!!“ rufst. Das ist eines der schwierigsten Momente im Spiel, weil in unserem Muskelgedächtnis eben genau diese Reaktion verankert ist.
Es gibt zwei Szenarien: Der erste und der zweite Hit!
Wirst du nach einem Spawn zum ersten Mal gehittet, so hast du fünf Minuten Zeit, in der du auf den Medic warten kannst, aber nicht musst!
Es ist natürlich schöner, wenn du dem Medic die volle Zeit gibst, dir zu helfen. Wenn du aber alleine, als Aufklärer zum Beispiel, getroffen wirst, musst du nicht die gesamte Zeit abwarten und kannst dich entscheiden zurück zu deinem HQ zu gehen um zu respawnen.

Während dieser Zeit hat der Gegner die Gelegenheit dich vom Medic-Spiel abzuhalten und zurück in den Spawn zu schicken. Deine Teammitglieder müssen also alles dran geben, dass du gesichert bist und nicht endgültig vom Gegner ausgeschalten wirst!

Wirst du hingegen zum zweiten Mal getroffen, so spielst du nach Möglichkeit den Treffer noch etwas aus, bis die Situation um dich herum sich aufgelöst hat und gehst dann zum Spawn. Du kannst beispielsweise auch anfangen leiser zu schreien und dich dann bewusstlos stellen, um noch mehr Immersion zu erzeugen.

Schritt 3: Verwundeten-Transport
Es wird oft vorkommen, dass du auf freier Fläche inmitten eines Feuerkorridor liegst. Hier kann dich der Medic zwar verbinden, aber sollte es nicht. Er ist zu wertvoll und dort ein zu leichtes Ziel!
Um dich in Sicherheit zu bringen, können deine Teammitglieder (inklusive, aber nicht exklusiv, dem Medic) dich jederzeit selbstständig ziehen oder tragen! Du als verwundeter kannst zwar mit einer ungehitteten Stelle deines Körpers dabei helfen, in dem du dich beispielsweise mit einem Bein abstützt. Es ist aber nicht gestattet selbstständig zu gehen, solange du nicht versorgt wurdest! Sollten wir das im Spiel sehen, so ist dies ein Strike und kann bedeuten, dass du vom Spiel ausgeschlossen wirst.

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Schritt 4: Die Verwundeten-Versorgung
Entscheidet der Medic, dass er dich nun sicher behandeln kann, so wird er dich nach der Stelle fragen, an der du getroffen wirst. Sowie nach einer Nummer zwischen 20 und 69. Die Nummer gibt an, wie schwer ihr getroffen seid und was genau passiert ist. Dafür hat der Medic ein Cheat-Sheet (dt. Spickzettel) dabei, welches zufällig durchgewürfelt wurde und immer wieder im HQ ausgetauscht wird. Kein Cheat-Sheet ist also wie der selbe!
Es kann sein, dass schwere und tödliche Treffer keine Behandlungszeit erfordern. Es kann aber auch sein, dass sehr leichte Treffer in einer Arztbehandlung resultieren.

Cheat-Sheet der Honey Games #01 – wurde für spätere Events überarbeitet und von Fehlern bereinigt!

Kann der Medic die Behandlung abschließen, so legt er dem Spieler sein eigenes Spieler-Tourniquet gut sichtbar an! Dabei achtet er drauf das Tourniquet nicht zuzuziehen, sondern nur stramm, aber gut tragbar anzulegen.
Sollte der Spieler kein Tourniquet dabei haben, so legt er ihm eine Bandage an, die wir an den HQs ausgeben. Wir bitten jedoch alle Spieler sich so schnell, wie möglich, eine Tourniquete-Attrappe zuzulegen und geben dafür bis zum zweiten Honey Game 2020 Zeit!

Schritt 5: Die Zusatzbehandlung (optional)
Solltet ihr einen tödlichen Treffer oder einen Arterien-Treffer angesagt haben, so müsst ihr nach der Behandlung zusätzlich ins Dorf gebracht werden. Dies kann durch jeden Spieler erfolgen (ja, auch vom anderen Team, wenn ihr sie dazu bewegen könnt) – der Medic muss nicht zwingend dabei sein!
Der Arzt weiß was zu tun ist und wird euren Kameraden einbehalten und ihn weiter behandeln. Er wird jedoch nachfragen, was genau passiert ist. Daher solltet ihr euch dies merken.
Die Behandlung kann etwas dauern, muss aber nicht. Sprecht euch am besten ab, ob ihr warten oder weiterziehen wollt und euren Kameraden beispielsweise bei der, im Dorf befindlichen, Patrouille mitlaufen lassen wollt, bis er wieder bei euch ist.

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Fazit
Bisher hat sich das Medic System sehr gut bewährt und den Spielern viel Spaß und Immersion gebracht. Unsere Medics sind immer wieder verblüfft, was für ein harter Job dies ist. Nehmt es also nicht auf die leichte Schulter, wenn ihr euch für eine Medic-Position meldet. Ihr habt sehr viel Verantwortung über eure Kameraden und werdet ständig (rennend) unterwegs sein!

Sollte es noch Fragen geben, oder wenn ihr Verbesserungsvorschläge habt, so schreibt uns einfach eine E-Mail an games@honeybadgers.de!